Gemeinde Tannhausen (Druckversion)

Über Tannhausen

Tannhausen ist eine Landgemeinde, deren geschichtliche Entwicklung sich weit zurückverfolgen lässt. Die Ortschaft wurde erstmals im Jahr 1100 urkundlich erwähnt, sie ist mit Sicherheit jedoch älter. Die Endung "hausen" deutet auf eine fränkische, vielleicht auch alemannische Gründung im 5./6. Jahrhundert hin. Steinfunde und Grabhügel aus der sog. Hallstattzeit (800-450 v. Chr.) zeigen, dass hier Siedlungen schon in vorgeschichtlicher Zeit bestanden haben.

Der Name Tannhausen ist von dem althochdeutschen "Than" oder "Tan" (= Tannenwald) abgeleitet. "Hausen" ist eine uralte Mehrzahlform, bedeutet Häuser, Wohnplätze. Der ganze Name kommt also von "Häusern im Tann" oder "Häusern im Wald". Früher wurde Tannhausen auch "Danhausen", "Danhus", "Tanhusen" geschrieben und gesprochen.

Ortsansicht Tannhausen von Westen
Ortsansicht Tannhausen von Westen
Luftbild Tannhausen
Luftbild Tannhausen

Erste urkundliche Erwähnung

Hart am Rande des Ostalbkreises -unweit des Ries - liegt zum Bayrisch - Fränkischen hin die stattliche Gemeinde Tannhausen (512 m). Erstmals urkundlich erwähnt finden wir Tannhausen im Jahre 1100 im Zusammenhang mit dem ältesten am Ort ansässigen Geschlecht, den Freiherren von und zu Thannhausen. Sitz des Geschlechts ist ein idyllisches Landschlösschen, das unweit der Sechta auf einem abgeflachten Hügel steht. Der heutige Bau, inmitten eines kleinen Parks, stammt aus der Barockzeit.

Der Tanhuser

Der Tanhuser

Der berühmteste, allerdings auch reichlich sagenumwobene Vorfahr war der "Tanhuser". Der Minnesänger diente Richard Wagner als Modell für seine Oper "Tannhäuser".

Nach neuesten Forschungen ist es wahrscheinlich, dass der Minnesänger unserem Ortsadel entstammt.

Übrigens dürfen sich nur diejenigen "und zu" nennen, die schon vor dem Jahr 1300 auf ihrem Besitz saßen und in gerader Linie sich bis heute erhielten.

Pfarrkirche St. Lukas

Ein sehenswertes Baudenkmal ist die Katholische Pfarrkirche St. Lukas. Die inmitten des Ortes stehende Kirche wurde in 15. Jahrhundert errichtet. Sie ist ein spätgotischer, zweischiffiger Bau und steht unter Denkmalschutz.

Schloss Baldern

In westlicher Richtung von Tannhausen erhebt sich geheimnisvoll und wunderschön wie eine Märchenburg das berühmte Schloss Baldern. Links davon erkennt man die charakteristische Silhouette des nordöstlichen Eckpfeilers der Schwäbischen Alb - den 668 Meter hohen Ipf.

Weiter in östlicher Richtung erscheinen die sanften, waldüberworfenen Linien der fränkischen Höhenzüge mit dem gut erkennbaren Hesselberg und dem dortigen Fernmeldeturm. Bei guter Fernsicht kann man über den Liastrauf sogar das fränkische Dinkelsbühl erkennen.

http://www.tannhausen.de/index.php?id=33&L=0