Gemeinde Tannhausen (Druckversion)

Wissenswertes zu Riepach

Der Teilort Riepach liegt etwa 4 km südwestlich von Tannhausen. Geschichtlich wird der Ort, früher auch "Rietpach" oder "Rieppach" geschrieben, erstmals im Jahre 1367 erwähnt. Abzuleiten ist Riepach von Ried und Bach (= Riedbach), d.h. ein Ort welcher gelegen ist an einem Riede, durch welches ein Bach fließt.

Riepach
Riepach
Riepach

Riepach hat im Verlauf der Jahrhunderte oft seine Herren gewechselt. 1412 wird ein Gut von Dinkelsbühl an Abt Siegfried von Ellwangen verkauft. 1471 trug Graf Adelmann einen Hof dem Probst Albrecht als Lehen auf. 1543 kam dieser Hof an das Stift Ellwangen, ein anderer zum Domkapitel Augsburg. 1507 war Riepach zum Hause Oettingen-Oettingen gekommen. Im Jahr 1734 gehörten die Höfe unterschiedlichen Herrschaften an. Über Riepach verlief die einst bedeutende, von Nördlingen kommende und in das Kastell Halheim führende Römerstraße.

Riepach - Touristikrouten
Riepach - Touristikrouten
Kapelle Riepach
Kapelle Riepach

Kirchlich gehörte Riepach nach Unterschneidheim. Im Jahre 1818 (76 Einwohner) wurde es der Pfarrei Tannhausen zugeteilt. Eine Kapelle gab es in Riepach schon seit langer Zeit. Diese wurde aber baufällig und musste abgetragen werden. Im Jahr 1839 entschlossen sich sämtliche Bürger zum Bau einer neuen Kapelle, welche am 13. Januar 1841 durch Dekan Senger von Ellwangen eingesegnet wurde.

Obwohl der Heiligen Dreifaltigkeit geweiht, wird das Kapellenfest aber am Tag des Heiligen Blasius gefeiert. 1990 wurde die Kapelle von Grund auf saniert und renoviert. Für die neu gegossene Glocke wurde ein neuer Glockenstuhl eingebaut. Die Einweihung fand am 04./05. Mai 1991 statt.

Riepach zählt heute rund 60 Einwohner.

http://www.tannhausen.de/index.php?id=26&L=0